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Entwicklungsländer:
Wie weit sind sie integriert? |
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Globalisierung
bedeutet, dass der Welthandel und die Finanzmärkte stärker
integriert werden. Wie stark haben sich aber die
Entwicklungsländer an dieser Integration beteiligt? Ihre
Erfahrungen beim Aufholen gegenüber den fortgeschrittenen
Volkswirtschaften sind gemischt. Eine größere Anzahl von
Entwicklungsländern hat nur geringe Fortschritte erzielt
oder ist sogar zurückgefallen. Das Pro-Kopf-Einkommen ist
insbesondere in Afrika im Vergleich zu den
Industriestaaten zurückgegangen, und in einigen Ländern
ist es sogar absolut gesunken.
Die
folgenden vier Aspekte der Globalisierung sind
hervorzuheben:
Handel:
Die Entwicklungsländer als Ganzes haben ihren Anteil am
Welthandel von 19 % 1971 auf 29 % 1999 erhöht. Die
Zusammensetzung der Exporte der Länder ist ebenfalls
wichtig. Die bei weitem größte Steigerung ist in der
Ausfuhr von Fertigungsgütern zu verzeichnen. Der Anteil
der Primärgüter -- wie Nahrungsmittel und Rohstoffe --
die häufig von den ärmsten Ländern produziert werden,
am Welthandel hat abgenommen.
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Kapitalbewegungen:
Ausländische Direktinvestitionen sind zur wichtigsten
Kategorie geworden. Sowohl Portfolioinvestitionen als
auch Bankkredite haben zugenommen, sie schwankten
jedoch mehr und fielen stark im Anschluss an die
Finanzkrisen Ende der 90er Jahre.
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Bewegung
von Personen: Arbeitnehmer ziehen unter anderem von
einem Land in ein anderes, um bessere Beschäftigungsmöglichkeiten
zu finden. Die betroffenen Zahlen sind immer noch
relativ niedrig, im Zeitraum 1965-90 ist weltweit der
Anteil der Arbeitskräfte, die in einem anderen Land
geboren wurden, um ungefähr die Hälfte gestiegen.
Der größte Teil der Migration erfolgt zwischen
Entwicklungsländern. Der Strom der Wanderarbeitnehmer
in die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird aber
voraussichtlich dazu führen, dass die Löhne weltweit
einander angenähert werden. Es besteht außerdem die
Möglichkeit, dass Fachkenntnisse in die Entwicklungsländer
zurück transferiert werden und dass die Löhne in
diesen Ländern steigen.
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Verbreitung
von Wissen (und Technologie): Der
Informationsaustausch ist ein wesentlicher und häufig
übersehener Aspekt der Globalisierung. So führen
ausländische Direktinvestitionen nicht nur zu einem
Wachstum des materiellen Kapitalstocks, sondern auch
zu technischer Innovation. Im allgemeinen steht Wissen
über die Produktionsmethoden, Managementtechniken,
Exportmärkte und Wirtschaftspolitiken zu sehr
niedrigen Kosten zur Verfügung und stellt eine sehr
wertvolle Ressource für die Entwicklungsländer dar.
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Der
Sonderfall der Volkswirtschaften, die sich im Übergang
von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft befinden, --
auch sie integrieren sich stärker in die Weltwirtschaft
-- wird hier nicht eingehend untersucht. Der Ausdruck ,,Übergangsland"
verliert seinen Sinn. Einige Länder (z.B. Polen und
Ungarn) nähern sich recht schnell der Struktur und der
Leistung der fortgeschrittenen Länder an. Andere (wie die
meisten Länder der ehemaligen Sowjetunion) stehen vor
langfristigen strukturellen und institutionellen Problemen,
die denen der Entwicklungsländer ähnlich sind.
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